Native Wärmebildauflösung von 1280 × 1024 Pixeln, 176-facher Hybridzoom und integrierter LiDAR-Sensor: CopterPro hat die neue DJI Matrice 5T bereits vor dem Marktstart unter realen Einsatzbedingungen getestet. Die Ergebnisse zeigen, welches Potenzial die kompakte Enterprise-Drohne für Jagd, Kitzrettung, Inspektion, Vermessung und Behördeneinsätze bietet.
Eine neue Generation kompakter Wärmebilddrohnen
Mit der DJI Matrice 5T erweitert DJI sein Enterprise-Portfolio um eine kompakte Wärmebilddrohne, die leistungsstarke Sensorik mit einer klappbaren Bauweise kombiniert. Besonders im Fokus stehen die native Wärmebildauflösung von 1280 × 1024 Pixeln, der bis zu 176-fache Hybridzoom und der fest integrierte LiDAR-Sensor.
Die Drohnenexperten von CopterPro konnten ein Vorserienmodell bereits über mehrere Wochen bei Tag und Nacht testen. Dabei standen nicht nur die Kameraleistung, sondern auch die Hinderniserkennung, die Flugeigenschaften und die praktischen Einsatzmöglichkeiten im Mittelpunkt.
Wärmebildkamera mit nativer Auflösung von 1280 × 1024 Pixeln
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Wärmebildkamera. Während die DJI Matrice 4T mit einer nativen Auflösung von 640 × 512 Pixeln arbeitet, bietet die Matrice 5T eine native Auflösung von 1280 × 1024 Pixeln. Damit vervierfacht sich die Anzahl der Bildpunkte.
Im Praxistest machte sich dieser Unterschied insbesondere bei Nacht bemerkbar. Wildtiere wie Dam-, Rot- und Schwarzwild ließen sich anhand ihrer Wärmebilder besser unterscheiden. Auch Personen und Fahrzeuge waren mit klar erkennbaren Konturen dargestellt.
Ein weiterer Vorteil zeigte sich beim digitalen Hineinzoomen in das Wärmebild. Die höhere native Sensorauflösung bietet eine detailreichere Ausgangsbasis, wenn Objekte aus größerer Entfernung beurteilt werden müssen.
Für die Wildtierbeobachtung, die Nachsuche und die Personensuche eröffnet dies zusätzliche Möglichkeiten. Auch bei der Inspektion technischer Anlagen kann eine detaillierte Wärmebilddarstellung helfen, relevante Bereiche gezielter zu untersuchen.
Bis zu 176-facher Hybridzoom für weit entfernte Objekte
Neben der Wärmebildkamera gehört das Kamerasystem mit seinem bis zu 176-fachen Hybridzoom zu den auffälligsten Neuerungen.
Im Test untersuchte CopterPro unter anderem Gebäude, Hallen und Windkraftanlagen aus großer Entfernung. Bereits bei einer 45-fachen Vergrößerung lieferte die Kamera laut Testbericht ein detailreiches Bild einer weit entfernten Halle. Auch entfernte Ortschaften und Windkraftanlagen blieben im Test visuell auswertbar.
Bei der Beurteilung der Ergebnisse ist zwischen Vergrößerung und tatsächlich nutzbarer Detailauflösung zu unterscheiden. Entscheidend ist nicht allein der maximale Zoomfaktor, sondern wie klar relevante Strukturen unter den jeweiligen Licht- und Wetterbedingungen erkennbar bleiben.
Die Kombination aus Telekameras und Wärmebildtechnik ermöglicht es, Beobachtungen aus sicherer Entfernung durchzuführen und bei Bedarf zwischen unterschiedlichen Bildansichten zu wechseln.
Integrierter LiDAR verbessert die Hinderniserkennung
Eine weitere wesentliche Neuerung ist der fest integrierte LiDAR-Sensor auf der Oberseite der Drohne.
Gerade bei Nachtflügen können kamerabasierte Hinderniserkennungssysteme an ihre Grenzen stoßen, wenn Lichtverhältnisse oder Kontraste ungünstig sind. LiDAR ergänzt die optische Sensorik durch eine laserbasierte Entfernungserfassung.
Bei Testflügen entlang einer Freileitung wurden Stromleitungen im Livebild visualisiert. Die Drohne warnte die Piloten vor den erkannten Hindernissen.
Das ist insbesondere für Inspektionsflüge entlang von Stromleitungen und für nächtliche Einsätze interessant. Dennoch ersetzt die zusätzliche Sensorik weder eine sorgfältige Flugplanung noch die aktive Kontrolle durch den Piloten.
Kompaktes Design für den mobilen Einsatz
Trotz der erweiterten technischen Ausstattung bleibt die DJI Matrice 5T klappbar und damit für den mobilen Einsatz ausgelegt.
Im Test fiel vor allem der Transportkoffer positiv auf. Er ist kompakt gestaltet und verfügt über eine integrierte Ladeschale. Dadurch lässt sich die Drohne im Einsatzfahrzeug transportieren und das Akkumanagement vereinfachen.
Die Drohne selbst ist größer als die Matrice 4T. Durch die klappbaren Arme bleibt sie jedoch gut transportierbar.
Auch die Fernsteuerung wurde überarbeitet. Sie besitzt eine klappbare Displayabdeckung, fest verbaute Antennen und ein größeres Display. Im Praxistest erreichte sie eine Laufzeit von etwa sechs bis acht Stunden.
Die Kombination aus Transportfreundlichkeit und umfangreicher Sensorik ist vor allem für Anwender interessant, die ihre Drohne regelmäßig an wechselnden Einsatzorten benötigen.
Flugzeit und Flugeigenschaften im Test
CopterPro beschreibt die Flugeigenschaften der Matrice 5T als ruhig und präzise. Auch die Geräuschentwicklung wurde im Test positiv bewertet.
Bei der Flugzeit erreichte das Vorserienmodell mit Beta-Firmware knapp eine Stunde. Dieser Wert ist als vorläufig einzustufen, da Firmware und technische Spezifikationen zum Testzeitpunkt noch nicht final waren.
Die tatsächliche Flugzeit hängt darüber hinaus von Faktoren wie Außentemperatur, Wind, Nutzlast und Flugprofil ab.
Für den professionellen Einsatz bleibt deshalb entscheidend, die finalen Herstellerangaben abzuwarten und die verfügbare Flugzeit in die Einsatzplanung einzubeziehen.
Messfunktionen und automatisierte Flugrouten
Neben der Bildgebung bietet die Matrice 5T Funktionen für Vermessung und Inspektion. Dazu gehören unterschiedliche automatisierte Flugrouten sowie Messmöglichkeiten, die durch die RTK-Positionierung unterstützt werden.
Im Praxistest wurde unter anderem ein Hausdach vermessen. Darüber hinaus bietet die Möglichkeit zur dreidimensionalen Flächen- und Linienmessung interessante Perspektiven für technische Inspektionen und die Dokumentation von Flächen.
Für Jäger kann die Flächenmessung beispielsweise bei der Bewertung von Wildschäden hilfreich sein. Inspektionsdienstleister können von strukturierten Flugrouten und reproduzierbaren Aufnahmen profitieren. Auch bei Vermessungsaufgaben kann die Kombination aus automatisierter Flugplanung und präziser Positionierung den Arbeitsablauf erleichtern.
Für welche Einsatzbereiche eignet sich die DJI Matrice 5T?
Die technische Ausstattung macht die Matrice 5T für verschiedene professionelle Anwendungsfelder interessant.
Jagd und Reviermanagement: Die hochauflösende Wärmebildkamera unterstützt Wildzählungen, Beobachtungen und Nachsuchen. Auch die Dokumentation von Wildschäden kann von den integrierten Messfunktionen profitieren.
Kitzrettung: Die detaillierte Wärmebilddarstellung kann helfen, Tiere auf landwirtschaftlichen Flächen zu lokalisieren. Wie viel Fläche pro Flug abgesucht werden kann, hängt unter anderem von Flughöhe, Suchstrategie, Wetter und Vegetation ab.
Inspektion: Bei der Untersuchung von Dächern, Photovoltaikanlagen und Freileitungen sind die Telekameras, die Wärmebildtechnik und der LiDAR-Sensor besonders interessant.
Behörden und BOS: Bei der Personensuche und bei Einsätzen in der Dunkelheit können Wärmebildkamera, Zoom, Scheinwerfer und Lautsprecher miteinander kombiniert werden.
Vermessung: RTK-Positionierung, automatisierte Flugrouten und Messfunktionen bieten Unterstützung bei der strukturierten Erfassung von Flächen und Objekten.
Welche Ausstattung im Einzelfall tatsächlich benötigt wird, hängt vom jeweiligen Einsatzprofil und den betrieblichen Anforderungen ab.
DJI Matrice 5T im Vergleich zur Matrice 4T
Im Vergleich zur Matrice 4T liegt der größte Unterschied in der nativen Wärmebildauflösung. Die Matrice 5T bietet mit 1280 × 1024 Pixeln eine deutlich höhere Auflösung als die 640 × 512 Pixel der Matrice 4T.
Hinzu kommen der integrierte LiDAR-Sensor und der laut Test mögliche 176-fache Hybridzoom. Die Matrice 5T richtet sich damit insbesondere an Anwender, die eine kompakte, handgeflogene Wärmebilddrohne mit erweiterter Sensorik benötigen.
Laut dem zum Testzeitpunkt vorliegenden Informationsstand soll die Matrice 4T zunächst weiterhin erhältlich bleiben. Die Matrice 5TD ist dagegen für den Einsatz mit dem DJI Dock 4 vorgesehen.
Die Entscheidung zwischen den Modellen sollte sich daher nicht allein an der technischen Ausstattung orientieren, sondern auch an der Frage, ob die Drohne mobil von einem Piloten geflogen oder in einen automatisierten Drohnenhangar integriert werden soll.
Fazit: Leistungsstarke Sensorik in einer mobilen Plattform
Der Praxistest von CopterPro zeigt, dass die DJI Matrice 5T interessante Neuerungen für professionelle Wärmebildanwendungen vereint. Besonders die native Wärmebildauflösung von 1280 × 1024 Pixeln, der leistungsfähige Hybridzoom und der integrierte LiDAR-Sensor stehen dabei im Mittelpunkt.
Die Kombination aus kompakter, klappbarer Bauweise und erweiterter Sensorik macht die Drohne für Jagd, Kitzrettung, Inspektion, Vermessung und Behördeneinsätze interessant.
Da das getestete Modell noch mit Beta-Firmware betrieben wurde, müssen einzelne Angaben wie Flugzeit, Schutzklasse und weitere technische Daten anhand der finalen Herstellerinformationen bestätigt werden.
CopterPro wird die DJI Matrice 5T auch in weiteren Einsatzszenarien prüfen und zusätzliche Praxiserfahrungen sammeln.
Über CopterPro
CopterPro ist auf professionelle Drohnenlösungen für Jagd, Kitzrettung, Inspektion und Behördeneinsätze spezialisiert. Das Unternehmen bietet neben Drohnen und Zubehör auch Schulungen, Serviceleistungen, Versicherungen und Reparaturen an.
Weitere Informationen und aktuelle Produktdetails finden Interessierte auf der Website von CopterPro.
Test und Praxiseindrücke: Alex, CopterPro
Weitere Informationen: copterpro.de & matrice5t.de
Häufige Fragen zur DJI Matrice 5T
Welche Wärmebildauflösung bietet die DJI Matrice 5T?
Die DJI Matrice 5T verfügt laut den vorläufigen Testangaben über eine native Wärmebildauflösung von 1280 × 1024 Pixeln.
Wie hoch ist der Zoom der DJI Matrice 5T?
Der Hybridzoom reicht laut Praxistest bis zum 176-Fachen. Die tatsächlich nutzbare Detailerkennbarkeit hängt von Entfernung, Lichtverhältnissen und Umgebungsbedingungen ab.
Besitzt die DJI Matrice 5T einen LiDAR-Sensor?
Ja, laut den vorliegenden Testinformationen ist ein LiDAR-Sensor fest in die Drohne integriert. Er ergänzt die Hinderniserkennung und kann beispielsweise bei der Erkennung von Stromleitungen unterstützen.
Wie lange fliegt die DJI Matrice 5T?
Im Test mit Beta-Firmware wurde eine Flugzeit von knapp einer Stunde erreicht. Die endgültige Herstellerangabe ist vor Veröffentlichung zu prüfen.
Für welche Einsatzbereiche ist die DJI Matrice 5T geeignet?
Zu den möglichen Einsatzbereichen zählen Jagd, Wildtierbeobachtung, Kitzrettung, Inspektion, Vermessung sowie die Personensuche und weitere Aufgaben von Behörden.
Ersetzt die DJI Matrice 5T die Matrice 4T?
Nach dem Informationsstand zum Zeitpunkt des Tests bleibt die Matrice 4T zunächst weiterhin im Programm. Die Matrice 5T positioniert sich als leistungsstärkere Alternative mit höherer nativer Wärmebildauflösung und zusätzlicher Sensorik.

