Transportdrohnen sind längst nicht mehr nur für klassische Logistiker interessant. Elektro Körkel plant den Einsatz des Fluggeräts vor allem in drei Kernbereichen:
Photovoltaik-Montage: Solar-Module sollen aus der Luft punktgenau an die entsprechenden Stellen auf dem Dach geliefert werden.
Materialversorgung in unwegsamem Gelände: Baumaterialien lassen sich so auch zu schwer erreichbaren Hütten oder in bergige Regionen fliegen.
Sondertransporte: Auch die Beförderung von Pflanzen oder anderen sperrigen Gütern ist vorgesehen.
Der Weg zum Profi-Piloten: So läuft das Praxis-Training ab
Die gewerbliche Nutzung einer Schwerlastdrohne erfordert mehr als nur das Auspacken und Losfliegen. Nachdem die Mitarbeiter von Elektro Körkel die notwendige Theorie (inklusive STS) bereits erfolgreich absolviert hatten, stand die praktische Einweisung durch das Team von CopterPro an. Das Training umfasst mehrere entscheidende Phasen:
1. System-Setup und Konfiguration Zunächst geht es um die Hardware. Die angehenden Piloten lernen, wie die Drohne aufgebaut, für den Flug vorbereitet und fachgerecht verstaut wird – beispielsweise in einem speziell ausgestatteten Transportanhänger. Auch die digitale Infrastruktur wird eingerichtet, etwa durch die Aktivierung von SIM-Karten im 4G-Dongle, um eine stabile Datenkommunikation zu gewährleisten.
2. Fluggrundlagen und Manöver Bevor es an schwere Lasten geht, muss die Basis sitzen. In verschiedenen Übungen wird das allgemeine Flugverhalten trainiert. Dazu gehören das Steigen, Sinken sowie die präzise Orientierung im dreidimensionalen Raum und das blinde Beherrschen der Fernsteuerung.
3. Das Arbeiten mit Seilwinde und hängenden Lasten Die Besonderheit der FlyCart 100 ist ihr Winden- und Hakensystem. Hier lernen die Teilnehmer, wie man Güter sicher anschlägt, sie anhebt und am Zielort exakt absetzt. Da Faktoren wie Wind oder schnelle Steuerimpulse die Ladung ins Schwingen bringen können, liegt ein besonderer Fokus auf dem Ausgleichen von Pendelbewegungen.
4. Effizientes Teamwork im Dual-Modus Sichere Drohnen-Logistik ist selten ein Ein-Mann-Job. Daher wird der Betrieb mit zwei gekoppelten Fernsteuerungen geübt. Das ermöglicht eine klare Aufgabenteilung: Während ein Pilot die reine Flugstrecke steuert, kann ein zweiter Kollege am Boden das Aufnehmen und Absetzen der Last im Zielgebiet überwachen.
Über die Drohne hinaus: Logistik und Luftrecht
Neben der Drohne selbst benötigen Betriebe ein durchdachtes Ökosystem am Boden. Dieses reicht von ausreichend Akkus und entsprechender über genormte Sicherungsmittel bis hin zum passenden Transport-Fahrzeug.
Darüber hinaus darf die Bürokratie nicht unterschätzt werden: Ein abgeschlossenes Training bedeutet nicht automatisch eine Startfreigabe für jeden beliebigen Einsatz. Während die e-ID bereits vorhanden ist, kümmert sich Elektro Körkel parallel um die spezifische Betriebsgenehmigung der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg. Welche rechtlichen Hürden hierbei gelten, variiert je nach geplantem Flugszenario.
Fazit: Lohnt sich die fliegende Logistik?
Am Beispiel von Elektro Körkel zeigt sich eindrucksvoll, dass Transportdrohnen im Bereich Photovoltaik und Handwerk großes Potenzial bieten. Ob der Einsatz am Ende wirtschaftlich ist, muss individuell kalkuliert werden – entscheidend sind hier das Transportgewicht, die Wegstrecke und die eingesparte Manpower. Fachhändler wie CopterPro unterstützen Betriebe dabei ganzheitlich: von der ersten Wirtschaftlichkeits-Beratung über die Auswahl der Hardware bis hin zur finalen Flugschulung.

