Große Profi-Drohne = großer Drohnenführerschein? Was wirklich gilt

Große Drohne gleich großer Drohnenführerschein? Diese Annahme hält sich hartnäckig. Doch wer sich mit den europäischen Drohnenregeln beschäftigt, stellt schnell fest: So einfach ist es nicht.

Eine technisch hochentwickelte Profi-Drohne benötigt nicht automatisch einen bestimmten „großen“ Drohnenführerschein. Entscheidend sind vielmehr verschiedene Faktoren – darunter die Drohnenklasse, die maximale Startmasse, die Betriebskategorie und die konkreten Bedingungen des Fluges.

Gerade für Unternehmen und professionelle Anwender ist diese Unterscheidung wichtig. Denn moderne Drohnen können heute Aufgaben übernehmen, die weit über klassische Luftaufnahmen hinausgehen.

Nicht die Größe allein entscheidet

Ob Wärmebildaufnahmen, Inspektionen, Vermessungen, Landwirtschaft oder Wildtierrettung: Professionelle Drohnen werden in immer mehr Bereichen eingesetzt.

Dabei entsteht häufig der Eindruck, dass mit zunehmender Größe und technischer Ausstattung automatisch auch die Anforderungen an den Piloten steigen.

Das ist so nicht korrekt.

Die rechtlichen Anforderungen richten sich nicht danach, wie teuer eine Drohne ist oder wie professionell sie eingesetzt wird. Entscheidend ist vielmehr, welches Fluggerät eingesetzt wird und unter welchen Bedingungen der Betrieb stattfindet.

Auch der Begriff „Drohnenführerschein“ ist dabei etwas ungenau. Je nach Einsatz können unterschiedliche Kompetenznachweise erforderlich sein.

A1, A2 und A3: Die Unterkategorien der Open-Kategorie

Für viele Drohnenflüge innerhalb der europäischen Open-Kategorie sind die Unterkategorien A1, A2 und A3 relevant.

Welche Unterkategorie infrage kommt, hängt unter anderem von der Klassifizierung der Drohne und den Bedingungen des geplanten Fluges ab.

A1: Betrieb näher an Menschen

Die Unterkategorie A1 ist für bestimmte Drohnen mit geringerem Gewicht und entsprechender C-Klassifizierung vorgesehen.

Dazu gehören beispielsweise Drohnen der Klasse C0 sowie bestimmte C1-Drohnen. Für C1-Drohnen ist grundsätzlich der EU-Kompetenznachweis A1/A3 erforderlich.

Trotzdem gelten auch in A1 klare Regeln für den Betrieb in der Nähe unbeteiligter Personen.

A2: geringere Abstände zu unbeteiligten Personen

Die Unterkategorie A2 ist insbesondere für Drohnen der Klasse C2 relevant.

Unter den entsprechenden Voraussetzungen dürfen diese mit geringeren Abständen zu unbeteiligten Personen betrieben werden als in A3.

Hierfür benötigen Fernpiloten das EU-Fernpilotenzeugnis A2. Voraussetzung sind unter anderem der A1/A3-Kompetenznachweis, eine praktische Selbstschulung und eine zusätzliche theoretische Prüfung.

A3: größerer Abstand

In A3 müssen größere Abstände zu unbeteiligten Personen sowie zu bestimmten Bereichen eingehalten werden.

Die Unterkategorie ist unter anderem für bestimmte Drohnen der Klassen C3 und C4 vorgesehen. Auch hier ist der entsprechende A1/A3-Kompetenznachweis erforderlich.

Damit wird deutlich: Es gibt nicht den einen „Drohnenführerschein“, der sich allein anhand der Größe einer Drohne bestimmen lässt.

Was hat eine Profi-Drohne mit dem Drohnenführerschein zu tun?

Ein gutes Beispiel sind moderne Multisensor-Drohnen wie die DJI Matrice 4T.

Das Modell verfügt unter anderem über Wärmebildtechnik, eine hochauflösende Kamera und einen Laser-Entfernungsmesser und ist damit für zahlreiche professionelle Anwendungen interessant.

Die technische Ausstattung sagt jedoch nicht automatisch aus, welche Pilotenqualifikation für einen bestimmten Flug erforderlich ist.

Eine professionelle Drohne kann beispielsweise für Inspektionen, Vermessungen oder die Wildtierrettung eingesetzt werden. Entscheidend bleibt immer der konkrete Betrieb.

Dabei müssen unter anderem die Drohnenklassifizierung, die Betriebsbedingungen und die jeweilige Betriebskategorie betrachtet werden.

Technik allein reicht nicht

Die Entwicklung moderner Drohnentechnik schreitet schnell voran.

Wärmebildkameras, Zoomkameras, RTK, Laser-Entfernungsmesser, intelligente Flugfunktionen und automatisierte Prozesse eröffnen immer neue Einsatzmöglichkeiten.

Doch technische Möglichkeiten und rechtliche Möglichkeiten sind nicht dasselbe.

Eine Drohne kann technisch hervorragend für eine bestimmte Aufgabe geeignet sein. Das bedeutet noch nicht automatisch, dass jeder gewünschte Flug innerhalb der Open-Kategorie zulässig ist.

Gerade professionelle Anwender sollten deshalb bereits vor dem Kauf überlegen, wie und wo die Drohne später eingesetzt werden soll.

Was passiert, wenn die Open-Kategorie nicht ausreicht?

Nicht jeder Drohnenbetrieb lässt sich innerhalb der Open-Kategorie durchführen.

Wer deren Voraussetzungen nicht erfüllt, muss prüfen, ob ein Betrieb in der Specific-Kategorie möglich und erforderlich ist.

Je nach Einsatz können zusätzliche Anforderungen gelten. Dazu können beispielsweise ein entsprechendes Standardszenario, eine Betriebsgenehmigung oder weitere Nachweise gehören.

Für gewerbliche Drohnenanwender ist es deshalb sinnvoll, den geplanten Betrieb bereits bei der Auswahl der Drohne zu berücksichtigen.

Beratung wird bei professionellen Drohnen immer wichtiger

Genau an diesem Punkt setzt die Beratung von CopterPro an.

Das Unternehmen beschäftigt sich nicht nur mit dem Verkauf professioneller Drohnentechnik, sondern betrachtet die Drohne im Zusammenhang mit dem geplanten Anwendungsfall.

Denn die wichtigste Frage lautet nicht:

„Welche Drohne ist die größte und leistungsstärkste?“

Sondern:

„Welche Drohnenlösung passt technisch und rechtlich zu meinem konkreten Einsatz?“

Das kann beispielsweise bei Unternehmen relevant sein, die Drohnen für Inspektionen, Vermessung, Wärmebildanwendungen, Landwirtschaft, Forstwirtschaft oder Wildtierrettung einsetzen möchten.

CopterPro bietet ein Komplettpaket

Wer eine professionelle Drohnenlösung sucht, muss sich nicht zwangsläufig alle einzelnen Bausteine selbst zusammensuchen.

Bei CopterPro erhalten Kunden ein Komplettpaket rund um die professionelle Drohnennutzung.

Dazu gehören – abhängig vom jeweiligen Anwendungsfall – unter anderem:

  • Auswahl und Beratung zur passenden Drohne
  • professionelle Drohnentechnik und Zubehör
  • Schulungen und Einweisungen
  • Unterstützung bei den relevanten Kompetenznachweisen
  • Software und passende Lösungen für den jeweiligen Einsatz
  • Service und technischer Support
  • Beratung zu den konkreten Anwendungsmöglichkeiten

Damit endet die Beratung nicht beim Verkauf der Drohne.

Vielmehr soll eine Lösung entstehen, die zur Aufgabe, zum Anwender und zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des geplanten Betriebs passt.

Gerade für Unternehmen kann das einen entscheidenden Vorteil bieten: Statt einzelne Komponenten unabhängig voneinander zusammenzustellen, erhalten sie eine abgestimmte Gesamtlösung.

Worauf sollte man vor dem Kauf achten?

Wer über die Anschaffung einer professionellen Drohne nachdenkt, sollte deshalb mehrere Punkte berücksichtigen.

1. Welches Einsatzgebiet habe ich?

Soll die Drohne beispielsweise für Inspektionen, Vermessung, Wärmebildaufnahmen, Landwirtschaft oder Wildtierrettung eingesetzt werden?

2. Welche technischen Funktionen werden tatsächlich benötigt?

Nicht jede Anwendung benötigt die leistungsstärkste Kamera oder die größte Drohne. Entscheidend ist, welche Sensorik und Funktionen für die konkrete Aufgabe erforderlich sind.

3. Unter welchen Bedingungen soll geflogen werden?

Der Einsatzort und die Betriebsbedingungen können erheblichen Einfluss darauf haben, welche Regeln gelten.

4. Welche Fernpilotenkompetenz ist erforderlich?

Erst aus der Kombination von Drohne und geplantem Betrieb lässt sich beurteilen, welcher Kompetenznachweis benötigt wird.

5. Reicht die Open-Kategorie aus?

Falls nicht, muss geprüft werden, welche Möglichkeiten innerhalb der Specific-Kategorie bestehen.

Fazit: Große Drohne bedeutet nicht automatisch großer Drohnenführerschein

Die Aussage „Je größer die Drohne, desto größer der Drohnenführerschein“ ist zu pauschal.

Nicht allein die Größe, das Gewicht oder der professionelle Charakter einer Drohne bestimmen die erforderliche Qualifikation.

Entscheidend sind insbesondere:

  • Drohnenklasse
  • maximale Startmasse
  • Betriebskategorie
  • Betriebsbedingungen
  • konkreter Einsatz

Wer eine professionelle Drohne anschaffen möchte, sollte deshalb Technik und rechtliche Rahmenbedingungen gemeinsam betrachten.

Denn die beste Drohnenlösung ist nicht zwangsläufig die größte oder teuerste. Entscheidend ist, dass Drohne, Pilot, Einsatzgebiet und rechtliche Voraussetzungen zusammenpassen.

Genau hier kann eine umfassende Beratung einen wichtigen Unterschied machen. Anbieter wie CopterPro begleiten Kunden deshalb nicht nur bei der Auswahl der passenden Drohne, sondern bieten ein Komplettpaket aus Technik, Beratung, Schulung, Zubehör, Software und Support.

Professionelle Drohnennutzung beginnt damit nicht erst beim Abheben – sondern bereits bei der richtigen Planung.

Neueste Artikel

spot_imgspot_img

Ähnliche Artikel

spot_imgspot_img