DJI stellt AP100 Parachute für Matrice 400 vor

Der DJI AP100 Parachute wurde entwickelt, um Plattformen, Nutzlasten sowie den Boden zu schützen und unterstützt manuelle sowie automatische Auslösungen.

DJI, der weltweit führende Anbieter von zivilen Drohnen und kreativer Kameratechnologie, hat heute den DJI AP100 Parachute für die Matrice 400 vorgestellt. Dieses rund 935 g schwere zusätzliche Sicherheitssystem wurde für die Montage am Heck konzipier und bewahrt das maximale Startgewicht der Matrice 400 von 15,8 kg bei einer minimalen Beeinträchtigung der Flugzeit von etwa 6 Minuten. Dank unabhängiger Stromversorgung und vollständiger Redundanz der Signalübertragung unterstützt es sowohl manuelles als auch automatisches Auslösen. Mit einer Reaktionszeit von unter 600 ms1und einer Sinkgeschwindigkeit von weniger als 5 m/s1trägt der Einsatz des DJI AP100 Parachute dazu bei, die Flotte, die Nutzlast und die Umgebung während eines Einsatzes zu schützen.

Gewährleistet Betriebssicherheit in Europa und darüber hinaus

Mit dem DJI AP100 Parachute erfüllt die DJI Matrice 400 Enterprise Drohne die betrieblichen Sicherheitsanforderungen sowohl der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) als auch der britischen Luftfahrtbehörde (CAA). Genauer gesagt kann der DJI AP100 Parachute an einer vorhandenen Matrice 400 montiert werden, um die Betriebssicherheitsanforderungen der Klasse C5 oder UK5 zu erfüllen, wie sie für STS‑01 gelten. Die Klassifizierung C6 oder UK6 gilt jedoch nur für werkseitig zertifizierte Systeme. Das bedeutet, dass Organisationen die neue DJI Matrice 400 (C6) Worry‑Free Plus Combo mit integriertem DJI AP100 Parachute erwerben müssen, um die Anforderungen der Klassen C6 bzw. UK6 für STS‑02 zu erfüllen. Darüber hinaus kann der DJI AP100 Parachute auch die Einhaltung der Anforderungen für Standardszenarien erleichtern, darunter Flüge über dicht besiedelte städtische Gebiete (STS-01) und Flüge außerhalb der Sichtweite (BVLOS, Beyond Visual Line of Sight) (STS-02).

Sicherheits-Selbsttests, doppelt redundantes System

Der DJI AP100 Parachute fungiert als eigenes Sicherheitsmodul, das die Sicherheit eines Einsatzes vom Einschalten der Matrice 400 bis zum Ende des gesamten Fluges unabhängig gewährleistet. Der Fallschirm überwacht kontinuierlich den Status des Gasgenerators und der Kommunikationsverbindungen und sendet beim Auftreten einer Anomalie  Echtzeitwarnungen. Ausgestattet mit einem unabhängigen Flugsteuerungssystem und Sensoren nutzt er zudem intelligente Algorithmen, um die Daten zwischen der Drohne und dem Fallschirm kontinuierlich in Echtzeit zu validieren, wodurch das Risiko einer versehentlichen Auslösung erheblich reduziert wird.

Keine dieser Funktionen ist auf die Stromversorgung der Matrice 400 oder auf eine aktive E-Port-Verbindung angewiesen. Der DJI AP100 verfügt über integrierte doppelte Kondensatoren, die bis zu 1 Stunde1unabhängige Notstromversorgung bereitstellen, um eine unterbrechungsfreie Überwachung der Fluglage und den automatischen Auslösevorgang zu gewährleisten. Umgekehrt unterbricht ein unabhängiges Flight Termination System (FTS) bei Auslösung die Motorleistung innerhalb von 600 ms1und stoppt die Rotoren vor dem Auswerfen des Fallschirms, um ein Verheddern zu verhindern.

Schnelles Auslösen, geringere Auswirkungen

Der DJI AP100 Parachute kann automatisch oder manuell ausgelöst werden. Wenn Anomalien in der Fluglage oder Geschwindigkeit erkannt werden, wird der Fallschirm innerhalb von 600 ms1automatisch ausgelöst und sorgt für eine Sinkgeschwindigkeit von unter 5 m/s¹. Diese Sicherheitsfunktion soll Nutzer:innen dabei unterstützen, ihre Plattform, Nutzlasten und den Boden darunter zu schützen. Alternativ kann der Fallschirm über den Schieberegler auf dem Bildschirm in DJI Pilot 2 ausgelöst werden. In der EU, im Vereinigten Königreich und in anderen unterstützten Ländern oder Regionen wird die automatische Auslösung aktiviert, wenn die Drohne eine in der DJI Pilot 2 App festgelegte Geocaging-Grenze überschreitet, während die ferngesteuerte Auslösung über das Flight Termination System (FTS) von DJI FlightHub 2 möglich ist. Nach dem Auslösen sendet der DJI AP100 Parachute etwa eine Stunde lang kontinuierlich laute Alarmtöne und intensive Blinklichter aus, um Personen am Boden zu warnen, den Bereich zu räumen und den Nutzer:innen die Bergung ihrer Ausrüstung zu erleichtern.

Für raue Umgebungen entwickelt

Das System verfügt wie die Matrice 400 über die Schutzklasse IP55 und arbeitet zuverlässig unter anspruchsvollen Bedingungen, einschließlich starker Staubentwicklung oder Regen. Es bietet zudem eine stabile Leistung bei Temperaturen von -20° bis 50° C und liefert sowohl bei Hitze als auch Kälte gleichbleibende Ergebnisse.

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